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Google Analytics führt zu Umsatzsteigerung - trotz Kontroversen beim Datenschutz

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Google Analytics schwebt auf der Erfolgswelle. Trotz kontroversen Diskussionen über Datenschutzrichtlinien erweist sich das Web-Controlling-Tool als der Renner aus dem Hause Google. Aber was genau macht es so besonders?
Der Erfolg von Google Analytics basiert auf vier wesentlichen Merkmalen. Das ursprünglich von der Firma Urchin entwickelte und für rund 800 Dollar erhältliche Web-Controlling-Tool
ist kostenlos verfügbar. Im Gegensatz zu professionellen Lösungen, die monatliche Kosten im drei-bis vierstelligen Bereich verursachen, eine auch für kleinere Unternehmen lohnende
Anschaffung. Ein weiterer Pluspunkt ist die Zieldefinition. In einem separaten Menüpunkt können verschiedene Zielwerte- und pfade definiert werden. Dies kann die Bestätigungsseite von einem vorgeschalteten Formular oder eine Kontaktseite sein. Die Betreiber können die Zielpfade, also den Weg zur Zielerreichung, wie z.B. für eine Bestellung, genau nachverfolgen. Mögliche „Stolperfallen“ auf der Webseite können erkannt und beseitigt werden. Ein weiteres Highlight von Google Analytics ist die eCommerce-Funktion für Shopbetreiber. Bei entsprechender Einrichtung werden Umsatzdaten, aber auch Versandart- und kosten ans Web-Controlling-Tool übertragen. Die Analyse der Zugriffsquelle für die Umsätze soll dem Betreiber die Möglichkeit geben, die verschiedensten Online-Marketing-Massnahmen anzupassen. Die Segmentierungsfunktion von Google Analytics ermöglicht es, alle Besucher, die aufgrund der organischen Suche oder einer Kampagne auf die Webseite gelangt sind, mit allen anderen zu vergleichen. Die Webanalysten haben also alle Möglichkeiten, die Zugriffe, die erzielten Umsätze und die Besucher genau zu analysieren.


Datenschutzrechtliche Kontroverse
Es ist kein Geheimnis, dass Google Analytics in vielen Ländern sehr kontrovers diskutiert wird. Man liest immer wieder, dass die Verwendung problematisch und nicht gesetzeskonform
sei. Google hat in der Tat die Möglichkeit, mit dem Web-Controlling-Tool ein umfassendes Benutzerprofil von Besuchern zu erstellen. Wird ein anmeldepflichtiger Google-Dienst verwendet, so kann dieses Profil direkt einer Person zugeordnet werden. In Deutschland lässt
das Telemediengesetz eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten nur dann zu, wenn der Benutzer dem vorher ausdrücklich zugestimmt hat oder eine gesetzliche Ermächtigung dafür vorliegt. Wird die vollständige IP-Adresse an Dritte weitergegeben, kann es zu datenschutzrechtlichen Problemen kommen, wie sie Google in der Vergangenheit in Deutschland bereits erlebt hat. Durch Änderungen in der Funktionalität und durch Erfüllung verschiedener Auflagen konnten die rechtlichen Bedenken vorerst beseitigt werden. So dürfen in Zukunft keine kompletten IP-Adressen gespeichert werden. Darüber hinaus muss Google vertraglich vom Betreiber der Webseite zur Speicherung der Daten beauftragt werden. Trotz aller Änderungen bleibt ein Widerspruchsrecht für die Besucher erhalten.


Alles Google oder was?
Es steht ausser Frage, dass Google Analytics ein sehr mächtiges Analysetool ist. Zahlen, Daten und Fakten nutzen nichts, wenn sie fehlerhaft oder gar nicht interpretiert werden. Ziel sollte sein, auf Basis der von Google Analytics gewonnen Erkenntnisse, ein Verbesserungsprozess zu entwickeln, der das Unternehmen und dessen Entwicklung vorantreibt. Dazu braucht es dann mehr als nur technisches Know-How.


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