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Der Datenschutz im Internet und die Gefahren für Webmaster

Datenschutz Monetarisierung Abmahnung AdSense

Es ist eines der Themen unserer Zeit - der Datenschutz. Gerade das Internet macht es für viele Unternehmen einfach Daten zu sammeln. Der Privatanwender kann sich nur schwer schützen. Prinzipiell werden bereits Daten beim Einwählen in das Internet erhoben. Über die Nutzung der Suchmaschinen und diverser sozialer Netzwerke, kommen weitere Daten zustande. Über die IP-Adresse können diese eindeutig einem Benutzer zugeordnet werden. Zahlreiche Webmaster sind daher auf Datenschutzbestimmungen angewiesen. Diese werden von den Nutzern zwar nur in den seltensten Fällen wirklich gelesen, sollen aber dennoch ihrem Schutz dienen oder zumindest einschränken, in welchen Bereichen kein Schutz vorliegt.
Kosten für Webmaster
Wer eine Homepage, einen Blog oder ein Forum betreibt, der muss für dessen Unterhaltung aufkommen. Wird das Projekt zusätzlich mit Bildern versehen oder müssen Texter bezahlt werden, so entstehen weitere Kosten. Es sollte daher niemanden wundern, wenn der Betreiber im Gegenzug versucht, Geld einzunehmen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von denen einige hier schnell aufgeführt werden:
  • AdSense
  • Amazon Partnerprogramme
  • Banner
  • Werbeflächen
  • Artikelplätze verkaufen
  • Linkverkauf
  • etc.
Mit diesen Mitteln soll ein Projekt finanzierbar bleiben oder bestenfalls einen ordentlichen Gewinn abwerfen. Dies ist in Deutschland zwar nicht so einfach, wie im englischsprachigen Raum, aber auch hier können einige von ihren Onlineprojekten leben.

Wird die Monetarisierung zum Problem?
Für den zeitlichen Aufwand und die gesamte Arbeit möchte der Webmaster seine Seite auf die aufgezählte Weise monetarisieren. Nun werden jedoch beim Verlassen der Homepage z.B. via AdSense die IP-Adressen weitergegeben. Der User weiß vielleicht nicht auf welcher Seite er landen wird. Aber die Homepage des Webmasters hat ihn dort hingeführt. Problematisch ist es, dass beim Betreten der neuen Seite häufig schon Daten gesammelt werden.
Aber nicht nur die Programme, welche für Einkünfte sorgen, können Probleme aufwerfen. Auch statistische Anwendungen, z.B. ein Zählpixel, nimmt Daten der User auf, um die Anzahl der Seitenaufrufe zu dokumentieren.

Betrachtung der Problemstellung
Datenschützer betrachten die IP-Adressen als personenbezogene Daten. Diese dürfen nicht an Dritte weitergereicht werden. Mit Dritten sind insbesondere Amazon und Google gemeint. Beides keine deutschen Unternehmen, die sich den deutschen Datenschutz-Bestimmungen nicht unterworfen fühlen. Während die besagten Unternehmen nicht angegangen werden können, denn die Besucher, die diese Homepages auf eigenen Wunsch aufsuchen, geben ihre Daten praktisch freiwillig raus. Der Webmaster trägt jedoch Verantwortung für die Inhalte auf seiner Homepage.

Ein Beispiel aus Lüneburg
Ein Lüneburger Webmaster, welcher zwei Foren zu den Themen Abnehmen und Hundehaltung betreibt, wurde aufgefordert ein Verfahrensregister einzureichen. Dies ging aus der Beschwerde eines Users hervor, der sich über Verstöße gegen das Datenschutzrecht beschwert hatte. Im §4d Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes werden auch Betreiber von Websites erfasst. Hier ist verankert, dass unter bestimmten Umständen ein Verfahrensregister vorgelegt werden muss.
Für Webmaster, welche ihre Seiten nur als Hobby betreiben, eine praktisch unlösbare Aufgabe. Laut Behörde war die Einreichung ungenügend. Daraufhin wurde er aufgefordert, Google und co. zum Einhalten des Datenschutzes zu veranlassen. Ein unmögliches Unterfangen für eine Privatperson.

Der Konsens
Für Webseitenbetreiber sollte der Datenschutz kein Fremdwort sein. Selbst die Einbindung von AdSense birgt Risiken. Der Betreiber ist auch für die Weitergabe von Daten durch Dritte verantwortlich. Eine hochrichterliche Entscheidung ist in diesem Streitpunkt jedoch noch nicht gefallen.


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