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Einsteiger 3: Auswahl des richtigen Webhoster


Kleine Führung durch den Dschungel der Webhoster
Irgendwann kommt der Punkt im Leben eines Webmaster an dem auch mal tatsächlich eine Internetseite online stellen möchte. Wer ein ernsthaftes Projekt starten möchte, muss dieses gut vorbereiten. Denn es gilt eine  Menge zu beachten, wenn der Auftritt im Netz erfolgreich und natürlich  auch kostengünstig sein soll.
Im ersten Teil unserer Serie ging es um die grundsätzliche Planung einer Webseite, nun möchten wir uns mehr der Praxis zuwenden.

Zunächst wird ein Webhoster ausgesucht. Also jenes Unternehmen, das die  produzierten Daten für eine Webseite auf seinen eigenen Computern  speichert und dem WWW zugänglich macht. Firmen, die mit Webhosting ihr  Geld verdienen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und die Auswahl  fällt weder dem Laien noch dem Profi sonderlich leicht. Wichtig ist es  daher, die eigenen Anforderungen an einen Webhoster zu kennen, bevor man  sich auf die Suche nach einem geeigneten Partner begibt.

Privat oder geschäftlich?

Die wichtigste Frage, die es sich selbst zu beantworten gilt, ist jene,  was man mit seiner Webpräsenz überhaupt erreichen möchte. Sind es  private Inhalte oder möchte man mit seinem Auftritt Geld verdienen?  Letzteres stellt an einen Webhoster wesentlich höhere Anforderungen,  denn eine funktionierende Business-Homepage verlangt meist eine  Interaktion zwischen Anbieter und Kunde, benötigt nicht selten  Datenbanken und automatisierte Arbeitsabläufe wie beispielsweise das  Verschicken von Newslettern oder die Bezahlung von Produkten aus einem  Onlineshop.

Private Seiten hingegen zeichnen sich dadurch aus, dass man selbst  Informationen über sich einstellt, aber nicht zwingend mit anderen  Nutzern des Netzes kommunizieren muss. Die Angabe einer eigenen  E-Mail-Adresse ist oft schon ausreichend, um für den Betrachter  erreichbar zu sein.
Der private Besitzer einer Homepage kann es sich eher erlauben, auch die  Angebote eines kostenlosen Webhosters zur Nutzung in Betracht zu  ziehen, während der professionelle Betreiber seiner Webseite darauf  besser verzichten sollte. Denn Gratis-Anbieter finanzieren ihr Angebot  durch Werbung, die bei Kunden der eigenen Seite unerwünscht oder  deplatziert sein kann. Mein Kunde möchte bei mir beispielsweise ein  wissenschaftliches Fachbuch bestellen und wird mit bunten Bildchen  belästigt, die ihm versprechen, dass er innerhalb der nächsten 2 Monate  um 16 Kilo abnehmen kann. Das ist dann doch eher unseriös.

Technische Voraussetzungen:

Nun wird es für den Laien kompliziert. Viele Funktionen einer Webseite  benötigen spezielle Programmiersprachen und sogenannte "Scripte". Eine  Datenbank, ein Webshop, ein interaktiver Veranstaltungskalender, ja  sogar ein einfaches Gästebuch benötigen solche eingebetteten Extras, und  nicht jeder Server der Webhoster beherrscht die entsprechende Technik.  Hier gilt es sich gut zu informieren, bevor man den Provider auswählt.  Die meisten Anbieter können solche technischen Fragen schnell klären.  Als Faustregel gilt: Als Betreiber einer kommerziellen Webseite sollte  man nicht am falschen Ende sparen. Denn für den reibungslosen Ablauf von  geschäftlichen Transaktionen ist ein stabiler Server erforderlich, der  möglichst keine Ausfallzeiten hat. Eine funktionierende Datensicherung  und Verschlüsselung von sensiblen Kunden- und Verkäuferdaten kostet  Geld. Qualität darf beim Webhosting ihren Preis haben.

Die Suche nach dem maßgeschneiderten Anbieter

Gut vorbereitet und im Wissen, was man selbst mit seiner Webpräsenz  erreichen möchte, kann man nun auf die Suche nach einem geeigneten  Webhoster gehen. Für diese Suche bieten sich Online-Portale ebenso an  wie einschlägige Computermagazine. Es existieren diverse deutsche  Webseiten und Fachzeitschriften, die einen Providervergleich einfach und  übersichtlich darstellen, ähnlich einer Liste der "Stiftung Warentest"  zum Vergleich von Produktqualität.

Hat man sich einmal für einige Anbieter in der engeren Auswahl  entschieden, achtet man auf Sonderangebote, monatliche Preise und  darauf, ob der Provider auch wirklich die erforderlichen technischen  Voraussetzungen zur Verfügung stellt. Beliebt bei den Webhostern, wie  auch vor allem im Bereiche der Telekommunikation, sind nicht ganz  seriöse Einführungs- und Lockangebote mit vielen versteckten Klauseln.  Sonderangebote sind besonders sorgfältig zu prüfen, da hinter diesen  Lockvögeln gerne viel Kleingedrucktes steht, das sich später auf dem  Bankkonto des ahnungslosen Nutzers negativ bemerkbar macht.


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