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Die Entdeckung

Im Jahr 1856 wurden im Neandertal bei Düsseldorf von Steinbrucharbeitern Knochenreste gefunden. Zuerst interessierte sich niemand für diese Reste und ein Großteil wurde wahrscheinlich einfach achtlos weggeworfen. Schließlich entschied man sich aber doch, ein Schädeldach, Rippen und einiges weitere zu dem Naturforscher Johann Carl Fuhlrott (Bild links) zu bringen.

Carl Fuhlrott untersuchte zusammen mit dem Anatomen Hermann Schaaffhausen die Knochen und die beiden erkannten sofort, dass es sich bei den Knochen um menschliche handelt. Aus den vorstehenden Augenbrauenwülsten und dem kurzen gedrungenen Körper schlossen sie, dass es sich um ein vorzeitliches Individuum handeln müsse, da es bei diesen Dingen überhaupt keine Ähnlichkeiten mit dem modernen Menschen gibt.

Leider hatte der Neandertaler das Pech, zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt gefunden zu werden. Man versuchte zu jener Zeit mit großer Sturheit, die Theorie von Charles Darwin zu leugnen, die besagt, dass der Mensch vom Tier abstammt. So kam es zu allerlei obskuren Theorien, um das seltsame Erscheinungsbild des Neandertalers zu erklären:

Auch heute noch bietet der Neandertaler Anlass zu Diskussionen. So streiten sich Wissenschaftler seit Jahren, ob der "moderne" Mensch den Neandertaler verdrängt habe, oder ob die beiden Spezies durch Paarungen ineinander aufgegangen seien.
Momentan überwiegt die Verdrängungstheorie, die besagt, dass der moderne Mensch aus Afrika nach Europa gewandert ist und dort den Neandertaler verdrängt hat. Aber auch die Verbindungstheorie kann nicht wiederlegt werden und so wird es bis zu einer eindeutigen Klärung wohl noch ein paar Jahre dauern.

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